Robert Hunger-Bühler

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Robert Hunger-Bühler wurde 1953 in Sommeri-Hefenhofen im Thurgau geboren. Nach dem Besuch der Schauspielakademie in Zürich und dem Studium der Theaterwissenschaften und Philosophie in Wien war er als Schauspieler und Regisseur in Wien, Bonn, Düsseldorf und Freiburg tätig. Weitere Stationen waren die Freie Volksbühne Berlin, die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, die Schaubühne am Lehniner Platz, das Berliner Ensemble und das Burgtheater Wien. Er arbeitete u.a. mit den Regisseuren Jossi Wieler, Frank Castorf, Andrea Breth, Claus Peymann, Luc Bondy, Stefan Pucher, Johan Simons, Klaus Michael Grüber und Christoph Marthaler. In Peter Steins legendärer „Faust"-Inszenierung spielte er den Mephisto. Seit der Spielzeit 2002/03 ist Hunger-Bühler festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Zürich, wo er u.a. als Danton in „Dantons Tod“ in der Regie von Christoph Marthaler zu sehen war. In den Inszenierungen von Stefan Pucher gab er u.a. Richard III., Shylock („Der Kaufmann von Venedig“), Willy Loman („Tod eines Handlungsreisenden“) und Hamm („Endspiel“). In Houellebecqs „Elementarteilchen“ spielte er den Michel – Regie führte Johan Simons. Die meisten dieser Aufführungen wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Ausserdem war Hunger-Bühler in der Regie von Barbara Frey u.a. in „Baumeister Solness“, „Triumph der Liebe“, in Edgar Allan Poes „A Dream Within a Dream“ und in Goldonis „Der Diener zweier Herren“ zu erleben. Zuletzt war er am Schauspielhaus Zürich in Stefan Puchers Inszenierung „Ein Volksfeind“ (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2016 und zum 3. Schweizer Theatertreffen) zu sehen und spielte die Titelrolle in Lessings „Nathan der Weise“ in der Regie von Daniela Löffner. 2016/17 stand er in „Die 120 Tage von Sodom“ (Regie Milo Rau) und „Herr Puntila und sein Knecht Matti“ (Regie Sebastian Baumgarten) auf der Bühne. Robert Hunger-Bühler inszenierte als Regisseur u.a. „Alles ist zu ertragen, nur nicht Überglücklichkeit“ (Robert Walser) und am Schauspielhaus Zürich „Oblomov“. Er wirkte zudem in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit – so in „Giacomo Casanova“, „Unter dir die Stadt“ (eingeladen zu den Filmfestspielen in Cannes 2010), „Die Akte Grüninger“ und „Im Labyrinth“. 2012 ist in der Edition Howeg sein Haiku-Band „Herzschlag – Zeit“ erschienen. Als „herausragender Schauspieler“ wurde Robert Hunger-Bühler 2015 der Schweizer Theaterpreis verliehen.

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